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Porsche 356 A, B und C: die wichtigsten Unterschiede
Vergleich von Porsche 356 A, B und C: Karosserie, Entwicklungen T1–T6 und Bremsen. Hilfreiche Hinweise, um eine Version zu erkennen und ihre Stimmigkeit zu beurteilen.
Wissenswert
- A, B und C sind Modellfamilien; T1, T2, T5 und T6 bezeichnen technische Entwicklungsstufen.
- Auch der 356 B verändert sich innerhalb seiner Baureihe: T5 und T6 müssen unterschieden werden.
- Die beiden hinteren Lüftungsgitter reichen nicht aus, um einen 356 C zu identifizieren.
Um Porsche 356 zu unterscheiden, beginnt man am besten bei der Modellfamilie und geht dann zur Version über. Eine Tabelle hilft bei der Orientierung, ersetzt aber keine Untersuchung des Fahrzeugs: Bei Reparaturen oder Umbauten können Teile anderer Baureihen eingebaut worden sein.
Die drei Baureihen im Vergleich
| Modellfamilie | Einführung | Wichtigste Merkmale |
|---|---|---|
| 356 A | September 1955 | Gebogene Panorama-Windschutzscheibe; Entwicklung von T1 zu T2. |
| 356 B | September 1959 | Front mit höher angeordneten Scheinwerfern und Stoßfängern; zunächst T5, dann T6. |
| 356 C | September 1963 | Ähnliches Erscheinungsbild wie der B T6; serienmäßige Scheibenbremsen. |
Die Einführungsdaten stammen aus den offiziellen Modellbeschreibungen 356 A, 356 B und 356 C. Sie dürfen nicht mit dem Datum der Erstzulassung eines einzelnen Exemplars verwechselt werden.
T1, T2, T5 und T6: warum sie wichtig sind
Beim A beschreibt Porsche das T1-Programm und das nachfolgende T2. Beim B unterscheidet Porsche den T5 vom im September 1961 eingeführten T6: Bei Letzterem ändern sich die vordere Haube, die Tanköffnung wandert auf den rechten vorderen Kotflügel und die Motorhaube erhält zwei Gitter. Das sind hilfreiche Hinweise beim Vergleich von Blechteilen und Öffnungen, keine Abkürzung zur Zertifizierung des gesamten Fahrzeugs.
Eine Ersatzteilliste allein auf Grundlage der Bezeichnung „356 B“ kann daher zu allgemein sein. Fügen Sie einer Anfrage an einen Lieferanten oder eine Werkstatt auch die Identifikationsunterlagen und Fotos des betreffenden Details bei.
Bremsen: die Regel und die Ausnahme
Mit dem C werden Scheibenbremsen zur Serienausstattung der Modellreihe. Dennoch wäre die Aussage falsch, kein B hätte Scheibenbremsen gehabt: Porsche dokumentiert die Ring-Scheibenbremsen des 356 B Carrera 2 von 1962 in seiner Geschichte der Bremsanlage. Bei einem heute zum Verkauf stehenden Fahrzeug sind außerdem mögliche spätere Umrüstungen zu berücksichtigen.
Drei Fehler, die bei einer Besichtigung zu vermeiden sind
- Die Baureihe anhand eines einzigen Details bestimmen. Haube, Räder oder Leuchten könnten ersetzt worden sein.
- Ähnlichkeit und Korrektheit verwechseln. Eine optisch passende Komponente ist nicht unbedingt für diese Version korrekt.
- Den Motor aus der Karosserie ableiten. Die eingebaute Baugruppe erfordert eine gesonderte Prüfung von Typ, Kennungen und Zustand.
Zur Vorbereitung der Besichtigung nutzen Sie den Ratgeber zu den Prüfungen vor dem Kauf eines 356. Wenn Sie einen Eingriff planen, informieren Sie sich über die Porsche-356-Restaurierung.
Häufige Fragen
Ist ein 356 mit zwei hinteren Gittern ein C?
Nicht unbedingt: Die beiden Gitter erscheinen bereits beim B T6. Mehrere Befunde müssen miteinander abgeglichen werden.
Welche Baureihe eignet sich am besten für eine Restaurierung?
Die Wahl hängt vom verfügbaren Exemplar, seiner Vollständigkeit, seinem Zustand und dem Ziel des Eigentümers ab. Die Baureihenbezeichnung allein beschreibt nicht die erforderlichen Arbeiten.
